Mühlengeschichte
zu Hedeper

Aus der Chronik "Hedeper, Beiträge zur Erforschung von
Mensch und Lebensraum in einem niedersächsischen Dorf“,
Band IV, Dr. Werner Kuchenthal, 1959, vervollständigt
durch Burgermeister Heinz Fandre im Jahr 2010" geht
hervor, dass die Gemeinde Hedeper im Jahre 1809 erstmals
eine Mühle erhalten hat. Vorangegangene Versuche 
wurden durch die regierenden Räte unterbunden.
Begründet wurde die Absage der Anträge mit Hinweisen
auf vorhandene Mühlen in der Umgebung. Erst die
Franzosenzeit bot anscheinend Schlupflöcher, die den
Bau der Mühle ermöglichten.  Die Jahreszahl 1809 konnte
belegt werden, auf Grund von Aussagen des
Mühlenmeisters August Meyer Junior.
Er fand auf einem tragenden Balken
die Jahreszahl und Inschrift des Baumeisters: 
Karl Friedrich Freise 

Erstmalige Erwähnungen im Brandver-
sicherungskataster des fürstlichen Amtes
Achim von 1809 zeigen entsprechende
Einträge. Der Beginn des Kastaster liegt
im Jahr 1774.
Der Standort, welcher auf Erbzins beruhte,
befand sich im Osten von Hedeper.
Nachdem um 1901 die heutige 
Erdholländermühle fertig gestellt und
in Betrieb genommen wurde, kam es
1916 zum Abriss der alten Mühle.

Teile der ersten Mühle wurden augenscheinlich
entnommen und in der Erdholländermühle
verbaut. Dazu gehört die Königswelle, daran
sind die Flügel befestigt. Ebenso das 
zentrale Antriebsrad scheint von dort zu stammen.